Korbflechterei Thomas Backof
Korbflechterei Thomas Backof

Flechtlexikon

 

Flechten

Die Kunst des Flechtens gehört zu den ältesten Handwerken der Menschen überhaupt. Die Natur liefert seit jeher die Materialien, aus denen Flechter immer noch in reiner Handarbeit, Körbe für den täglichen Gebrauch herstellen. Keine Maschine kann dieses diffizile Handwerk ersetzten. Beim Flechten können nur die menschlichen Sinne, Gefühl und Auge die Qualitätskontrolle übernehmen.

 

 

Weide

Der Name der wichtigsten europäischen Flechtpflanze kommt vom Althochdeutschen "wida“. Die Weide ist also nach ihren biegsamen, zum Flechten geeigneten Ruten benannt. Es gibt etwa 450 Weiden-Arten, die sich in Wuchs, Größe und Rindenfarbe unterscheiden. Die Weide (Salix) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Doch lange nicht alle Arten sind zum Flechten geeignet. Die in der Korbflechterei Thomas Backof verwendeten Weiden sind Kulturweiden. Hier wird hauptsächlich die Amerikanerweide (salix americana) verarbeitet. Die in einer Kultur gepflanzten Weiden stehen enger. Das  zwingt die Weiden, in die Höhe zu wachsen. Dadurch wachsen die Ruten gerader und schlanker.

 

 

Ernte

Die ideale Erntezeit für die Weide ist während der Saftruhe zwischen Mitte/ende November und Ende Februar. 

 

 

Grüne oder ungeschälte Weide

So bezeichnet man Weiden, die mit der Rinde in frischer oder getrockneter Form verflochten werden. Meist werden sie getrocknet verarbeitet. Nach dem Abziehen nach längen und Bündelung zu meist 10 Kg Bunde, werden sie noch ein Jahr gelagert.

 

 

Weiße oder geschälte Weide

Nach der Ernte werden die Ruten nach längen abgezogen und im Freien so gelagert, dass die Stammenden von der Sonne nicht ausgetrocknet werden. Im Frühjahr werden sie in 15 -20 cm tiefes Wasser eingestellt, bis sie wieder treiben. Wenn sich die Rind löst um Platz zu schaffen für ein neues Wachsjahr, lässt sich die Weide schälen. Im Anschluss werden die Weiden getrocknet und gelagert.

 

 

Braune oder gesottene Weide

Diese sind Weiden die mit der Rinde im Siedekessel ein paar Stunden gekocht  und anschließend mit kaltem Wasser abgeschreckt und geschält werden. Die rotbraune Farbe erhalten sie durch die in der Rinde enthaltene Gerbsäure (Salicil).

 

Weichen

Vor dem Flechten müssen die Weiden im Wasser geweicht werden. Je nach Sorte, ob geschält, gesotten oder ungeschält zwischen 1 Stunde und 28Tagen.

 

 

Nachhaltiger Rohstoff

Betrachtet man Weiden unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit fällt auf, dass die eingesetzten Rohstoffe allesamt über eine ausgezeichnete Ökobilanz verfügen. Weiden sind nachwachsende Rohstoffe, die in ganz Europa wachsen. Hauptsächlich in Spanien und Polen. Aber auch in Frankreich, Belgien und Dänemark werden ausgezeichnete Weiden kultiviert.

 

 

Geschlagene Arbeit

So wird das Flechten mit Vollweide bezeichnet. Die Weide wird beim Flechten mit einem Klopfeisen verdichtet.

 

 

Rattan

Der Begriff Rattan leitet sich aus dem Malaiischen „Rotan“ her. Rattan ist eine Pflanze, die Lianen artig im tropischen Regenwald Südostasiens wächst. Ihr botanischer Name ist Calamus Rotang. Sie gehört zu der Familie der Palmgewächse. Die schnell nachwachsenden Stangen der Calamus Rotang können bis zu 200 m lang werden. Als Rattan wird das geschält Gestellrohr bezeichnet aus denen die Gestelle für Rattanmöbel gefertigt werden.

 

 

Peddigrohr

Als Peddigrohr bezeichnet man die Flechtfäden, die aus dem  Kern der Rotangpalme geschnitten werden. Die Stämme der Rotangpalme werden zunächst geschält. Danach wird die Rinde mit der Kieselsäureschicht entfernt. Der vorbereitete Kern wird durch siebartige Messerdüsen gepresst. Der Durchmesser der Düsen bestimmt die Dicke der Fäden, die nun Peddigrohr heißen. Sie sind hellbeige und absolut gleichmäßig in der Form. Geflecht aus Peddigrohr erkennt man an einer sehr gleichmäßigen Struktur.

 

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